Schwangerschaft – Privatärztliche Leistung

Folgende Leistungen werden in der Schwangerschaft empfohlen:

INFEKTIONS- BZW. LABORDIAGNOSTIK

Toxoplasmose
Varizellena
Cytomegalie
Parvovirus
Listerien
Schilddrüse

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ERSTTRIMESTERSCREENING

Ersttrimesterscreening
Im Rahmen des Ersttrimester-Screenings erhalten Sie zu einem sehr frühen Schwangerschaftszeitpunkt bereits viele Informationen über die Entwicklung des Ungeborenen.
Die Untersuchung kann nur zwischen 11+1 und 13+6 SSW durchgeführt werden. Der optimale Untersuchungszeitpunkt liegt zwischen 12+0 und 13+0 SSW.

Was kann das Ersttrimester-Screening leisten?

1. Früher Organ-Ultraschall
Im Mittelpunkt des Ersttrimester-Screenings steht eine umfassende Ultraschalluntersuchung. Bei guten Untersuchungsbedingungen können wir auf Details der kindlichen Entwicklung und Organe eingehen und bereits zahlreiche organische Fehlbildungen ausschließen. Eine starke mütterliche Bauchdecke oder eine ungünstige Lage des Kindes schränken die Untersuchungsmöglichkeiten jedoch trotz spezieller, hoch auflösender Ultraschallgeräte ein.

2. Risikoberechnung für Chromosomenstörungen des Kindes
Es ist bekannt, dass die Wahrscheinlichkeit für einige Chromosomenstörungen (z.B. Down-Syndrom) beim Ungeborenen mit dem Alter der Mutter ansteigt. Diese Erkrankungen können aber auch bei Kindern jüngerer Frauen auftreten. Wenn Sie wissen möchten, ob Sie zu den Frauen gehören, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, erfassen wir während der Untersuchung zusätzliche Faktoren. Aus diesen können wir die Wahrscheinlichkeit berechnen, mit der Ihr Kind von einer Chromosomenstörung betroffen ist.

Die Durchführung dieser Untersuchung erfordert die Zertifizierung durch FMF-Deutschland oder -England.

Zertifizierung
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DIABETESSCREENING

Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine spezielle Form der Zuckerkrankheit, die sich während einer Schwangerschaft entwickeln kann. Meist tritt sie im letzten Schwangerschaftsdrittel auf und verschwindet unmittelbar nach der Geburt wieder.

Die Krankheit zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Sie lässt sich bei etwa ein bis fünf Prozent aller Schwangeren nachweisen. Betroffen sind meist übergewichtige Frauen sowie Schwangere, in deren Familien bereits einmal ein Typ-2- oder sogar Gestationsdiabetes aufgetreten ist.

Neun Prozent der Frauen, die während einer Schwangerschaft an dieser Form des Diabetes leiden, entwickeln in den folgenden Jahren Typ-2-Diabetes
Schwangerschaftshormone und Hormone, die der Mutterkuchen (Plazenta) bildet, wirken unter anderem blutzuckererhöhend. Insulin ist dagegen das einzige blutzuckersenkende Hormon des Körpers. Die Schwangerschaft stört das Gleichgewicht zwischen blutzuckererhöhenden Hormonen und dem blutzuckersenkenden Hormon Insulin. Die Bauchspeicheldrüse der Schwangeren muss also immer größere Mengen an Insulin produzieren.

Kann die Schwangere den erhöhten Bedarf an Insulin nicht durch eine verstärkte Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse ausgleichen, entwickelt sich der Gestationsdiabetes. Nach der Geburt nimmt der Insulinbedarf wieder ab und der Schwangerschaftsdiabetes verschwindet.

Rund 80 Prozent aller Frauen, die einen Gestationsdiabetes entwickeln, leiden während einer zweiten Schwangerschaft erneut daran.
Ein Schwangerschaftsdiabetes verläuft in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Meist wird er zufällig im Rahmen von Suchtests entdeckt.

Ansonsten fällt die Erkrankung meist erst auf, wenn sich Folgeerscheinungen zeigen. Dazu zählen beispielsweise eine starke Zunahme der Fruchtwassermenge oder ein abnormales Größenwachstum des Kindes (fötale Makrosomie). Nur selten treten bei einer Schwangeren Symptome auf, wie sie bei Typ-1-Diabetes üblich sind.
Etwa ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel steigt der Insulinbedarf stark an. Dies erklärt auch, warum der Gestationsdiabetes oft erst nach der 24. Schwangerschaftswoche entdeckt wird. Er lässt sich durch die Bestimmung des aktuellen Blutzuckers oder einen Glukosetoleranztest feststellen.

Die endgültige Klärung bringt ein Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranztest, oGTT). Hier wird der Blutzuckerwert nüchtern sowie eine und zwei Stunden nach Verabreichung von 75 Gramm Glukose bestimmt. Sind die Untersuchungsergebnissen grenzwertig, empfiehlt es sich, den Zuckerbelastungstest nach drei bis vier Wochen zu wiederholen. Die Fachgesellschaft empfiehlt bei jeder Schwangeren zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche einen Zuckerbelastungstest. Liegen Risikofaktoren vor, sollte der Test im ersten Schwangerschaftsdrittel erfolgen.
Der Schwangerschaftsdiabetes kann für Mutter und Kind gefährlich sein. Mögliche Folgen sind die starke Zunahme der Fruchtwassermenge und ein abnormales Größenwachstum der Kinder (fetale Makrosomie). Bei der Geburt wiegen die Babys meistens mehr als 4000 Gramm. Auf Grund des Gewichtes kann es zu Problemen während der Geburt kommen, die auch das Kind belasten. Häufig wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Außerdem kann die Ausreifung des ungeborenen Kindes verzögert ablaufen. Besonders wichtig ist hier die langsamere Ausreifung der kindlichen Lungen. Daneben sind Stoffwechselstörungen und Verschiebungen im Salzhaushalt des Kindes zu beobachten.

Die größte Gefahr liegt darin, dass die Entwicklung des Mutterkuchens (Plazenta) gestört ist. Die Folgen sind eine Mangelversorgung oder sogar das Absterben des Kindes. Schwangere mit einem Gestationsdiabetes leiden häufiger an Infektionen, beispielsweise der Harnwege, und sie entwickeln öfters schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck (Präeklampsie). Wird der mütterliche Zuckerstoffwechsels frühzeitig normalisiert, lassen sich die Risiken für Mutter und Kind deutlich verringern.

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STREPTOKOKKEN-ABSTRICH

Streptokokken der Gruppe B (GBS) können neben Infektionen bei der Mutter (Harnwegsinfektionen, Wundheilungsstörungen, Endometriosen), bei Neugeborenen in den ersten 5 bis 10 Lebenstagen zu schweren Infektionen führen. Dabei ist zwischen einer frühen Form (early onset disease) innerhalb von 3 Tagen nach der Geburt und einer späten Form (late onset) zu unterscheiden. Die frühe Form der Infektion (Auftreten erster Symptome binnen 2 Stunden post partum) äußert sich als Sepsis, Pneumonie und evtl. Meningitis. Der Verlauf kann sehr dramatisch sein und rasch einen septischen Schock zur Folge haben. Mit neurologischen Langzeitfolgen muss gerechnet werden. Häufigkeit der frühen Form der Sepsis liegt zwischen 1 und 2 % bei Kindern von Müttern, die zum Zeitpunkt der Geburt mit GBS besiedelt sind.

Infektionsquellen sind bei diesen Frühformen (im Gegensatz zum late-onset) die Scheide oder das Rektum der Schwangeren (unter der Geburt). Bei einer Besiedlungsrate von ca. 10% und Übertragung von 50-60% auf das Neugeborene erkrankt jedes 100 bis 200. Kind bei einer Kolonisierung (Keimbesiedlung) der Mutter.

Beschreibung
B-Streptokokken sind Keime, die relativ häufig im Geburtskanal vorkommen, ohne Beschwerden zu machen oder eine unmittelbare Gefahr darzustellen. Die Besiedlung der Scheide mit B-Streptokokken kann sich im Verlauf der Schwangerschaft ändern.

Nur in ca. 30% findet man eine dauerhafte Kolonisierung, ansonsten sind die Keime nur periodisch oder vorübergehend nachweisbar. Aus dem Ergebnis eines einmaligen Nachweises im Verlauf der Schwangerschaft kann deshalb nicht auf eine Besiedlung zum Zeitpunkt der Geburt geschlossen werden.

Aus diesen Gründen hat die Fachgesellschaft der Deutschen Gynäkologen Empfehlungen zur Vorbeugung gegen diese Neugeborenen-Infektionen gegeben.

Prophylaxe
Verhindern kann man die B-Streptokokken-Besiedlung des Muttermundes praktisch nicht. Wichtig ist lediglich zu wissen, ob diese Keime vorhanden sind. Festgestellt werden sollte: Hatte eines Ihrer Kinder bereits einmal nach der Geburt eine B-Streptokokken-Infektion? Oder hatten Sie selbst einmal einen Harnwegsinfekt mit diesem Keim?

Vorgehensweise
Sie sollten sich zwischen der 35. und 37. Schwangerschaftswoche auf B-Streptokokken untersuchen lassen. Durch einen Vaginal- und Rektumabstrich (Proben können gepoolt werden) kann bereits zu diesem Zeitpunkt mit hinreichender Sicherheit eine Aussage über vermutlichen Kolonisierungsstatus am errechneten Geburtstermin gemacht werden.

Diese Abstriche werden im Labor mittels einer bakteriologischen Kultur untersucht. Sollten bei Ihnen B-Streptokokken nachgewiesen werden, wird eine Antibiotikagabe unter der Geburt empfohlen. Eine prophylaktische Antibiotikatherapie längere Zeit vor der Geburt ist nicht ratsam, da bis zu 70% der behandelten Frauen zum Zeitpunkt der Geburt wieder eine B-Streptokokken-Kolonisation aufweisen.

Therapie
Eine asymptomatische vaginale Besiedlung mit B-Streptokokken ist währen der gesamten Schwangerschaft nicht behandlungsbedürftig.

Bei einem positiven Befund muss unter der Geburt eine Antibiotika-Propylaxe durchgeführt werden.
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3D/4D SONOGRAPHIE

4D 33D-Album-PraxisEbrahimi

Bei der 3D/4D-Sonographie haben Sie die Möglichkeit, Bilder oder Filme von Ihrem Kind anzuschauen bzw. mitzunehmen. Mit dieser Technik hat kann man plastische Bilder vom Kind auf einem von Ihnen mitgebrachten USB-Stick in digitaler Form speichern.

Im Prinzip entspricht die 3D/4D-Untersuchung keiner diagnostischen Maßnahme, weshalb auch keine Kostenübernahme durch die Kassen erfolgt. Bei bestimmten Fragestellungen aber, kann diese Methode nützlich sein.

Sprechen Sie uns gerne an und fragen nach einem Termin zu einem Beratungsgespräch oder zur Ultraschalluntersuchung. Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne.

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FARBDOPPLERSONOGRAPHIE

Bei dieser besonderen Ultraschall-Untersuchung kann die Durchblutung der kindlichen und mütterlichen Blutgefäße mittels farbiger und akustischer Darstellung des Blutflusses gemessen werden. Die Dopplersonographie birgt keinerlei Risiko für Sie als Schwangere oder ihr ungeborenes Kind.

Auffällige Flußmuster können Hinweise auf eine drohende oder bestehende Gedeihstörung liefern, die eine vorzeitige Entbindung unter Umständen erforderlich macht. Aber natürlich können mit Hilfe dieser Ultraschall-Technik Mangelzustände auch so früh erkannt werden, daß noch rechtzeitig entsprechende therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können.

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