Akupunktur

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen mit Hilfe der Akupunktur ist eine Praxissonderleistungen.

Die Akupunktur ist eine jahrtausendalte asiatische Wissenschaft, die in der westlichen Medizin zunehmend in die Behandlung verschiedenster Krankheiten Eingang findet. Die Domäne der Akupunktur ist nach wie vor die Schmerztherapie, auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe.

So können Unterleibsschmerzen, wie sie z.B. bei der Periodenblutung auftreten, hervorragend mit Akupunktur behandelt werden. Auch bei Tumorschmerzen kann diese Therapieform mit Erfolg eingesetzt werden.

Des weiteren findet  die Akupunktur in zunehmendem Maße Einzug in die Kreissäle, wenn es um die Schmerztherapie vor, während und nach einer Entbindung geht.

Mit speziell dafür angefertigten Nadeln aus Gold, Silber oder heutzutage sterilen Stahlnadeln wird an bestimmten Stellen die Haut durchstochen, um Krankheiten zu heilen, Schmerzen zu lindern oder auch um Krankheiten vorzubeugen. Entlang von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, befinden sich spezielle Stellen, die sogenannten Akupunkturpunkte, die je nach Grunderkrankung durch den Einstich mit zusätzlicher Manipulation an der Nadel angeregt oder beruhigt werden.

Die Akupunkturpunkte sind drucksensibel und werden durch langsames Herantasten an die empfindlichste Stelle lokalisiert. Heutzutage werden die Punkte auch durch den Hautwiderstand, der elektrisch meßbar ist, mit entsprechenden Geräten gefunden.

Einsatzbereiche der Akupunktur im frauenärztlichen Bereich

A. GYNÄKOLOGIE

1. Schmerztherapie im akutem und chronischem Zustand:

  • Funktionelle Unterbauchbeschwerden z.B. vor, während und nach der Periodenblutung
  • Praemenstrulles Syndrom (Anschwellen der Brüste mit Schmerzsymptomatik,  Unterbauchschmerzen, depressive Verstimmung vor der Periodenblutung)
  • Schmerztherapie bei Krebserkrankungen

2. Therapie von Zyklusunregelmäßigkeiten

  • Verlängerte Periodenblutung
  • Verkürztes Zeitintervall bis zur nächsten Periodenblutung
  • Zwischenblutungen

3. Therapie von Wechseljahrsbeschwerden

  • Seelische Verstimmungszustände z.B. depressive Phasen, Unruhezustände, Ängste
  • Hitzewallungen, Erröten, nächtliches Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • Ohrgeräusche in Zusammenhang mit den Wechseljahren

4. Ergänzende Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch

B. GEBURTSHILFE

  • Übermäßiges Erbrechen in der Frühschwangerschaft
  • Drehung von Ungeborenen aus Beckenendlage in Schädellage zum Geburtstermin
  • Anregung der Wehentätigkeit
  • Schmerzlinderung während und nach der Geburt
  • Lösung des Mutterkuchens nach der Entbindung

C.  SUCHTERKRANKUNGEN

  • Raucherentwöhnung
  • Behandlung der Eßsucht